Rechnung schreiben in Deutschland
Das UStG §14 regelt genau, was auf einer Rechnung stehen muss. Fehlt eine Pflichtangabe, darf dein Kunde die Vorsteuer nicht abziehen. Hier findest du alles, was du wissen musst.
Warum korrekte Rechnungen wichtig sind
In Deutschland nimmt man es mit Rechnungen genau. Das Umsatzsteuergesetz definiert exakt, welche Angaben Pflicht sind. Fehlt etwas, kann dein Kunde die Vorsteuer nicht geltend machen, und das Finanzamt kann deine Unterlagen beanstanden. Bei grenzüberschreitenden B2B-Geschäften werden die Regeln noch spezifischer. Wer es von Anfang an richtig macht, spart sich Korrekturschleifen, verspätete Zahlungen und potenzielle Betriebsprüfungen.
Wichtige Steuer- und Rechnungsfakten
Pflichtangaben auf einer deutschen Rechnung
- Vollständiger Name und Anschrift des Leistenden
- Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers
- Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
- Fortlaufende, einmalige Rechnungsnummer
- Rechnungsdatum
- Liefer- oder Leistungsdatum (auch wenn identisch mit Rechnungsdatum)
- Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Dienstleistungen
- Menge und Einzelpreis (netto) pro Position
- Anzuwendender Steuersatz pro Position (19% oder 7%)
- Nettobetrag, Umsatzsteuerbetrag und Bruttobetrag
- Hinweis auf Steuerbefreiung (z.B. §19 UStG bei Kleinunternehmern)
- Zahlungsbedingungen und Bankverbindung (IBAN, BIC)
Noch Fragen?
Muss ich mich in Deutschland zur Umsatzsteuer anmelden?
Wenn dein Jahresumsatz 22.000 € übersteigt, musst du Umsatzsteuer erheben. Unterhalb dieser Grenze kannst du die Kleinunternehmerregelung nutzen. Ausländische Unternehmen, die an deutsche Verbraucher verkaufen, müssen sich je nach Transaktionsart ebenfalls registrieren.
Welche E-Rechnungsformate akzeptiert Deutschland?
Deutschland akzeptiert ZUGFeRD (PDF mit eingebettetem XML) und XRechnung (reines XML). XRechnung ist für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber Pflicht. Im B2B-Bereich werden beide Formate unter den E-Rechnungsregeln ab 2025 akzeptiert.
Kann ich auf Englisch an ein deutsches Unternehmen fakturieren?
Ja. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, auf Deutsch zu fakturieren. Das Finanzamt kann bei einer Prüfung allerdings eine Übersetzung verlangen. Zweisprachige Rechnungen oder klare Standardbegriffe helfen, Probleme zu vermeiden.
Was ist das Reverse-Charge-Verfahren?
Bei grenzüberschreitenden B2B-Dienstleistungen innerhalb der EU geht die Steuerschuldnerschaft auf den Empfänger über. Deine Rechnung darf keine Umsatzsteuer ausweisen und muss auf §13b UStG verweisen. Beide Seiten benötigen gültige USt-IdNr.
Wie lange muss ich Rechnungen aufbewahren?
10 Jahre. Sowohl ausgestellte als auch erhaltene Rechnungen müssen 10 Jahre ab Ende des Kalenderjahres aufbewahrt werden, in dem sie ausgestellt wurden. Digitale Aufbewahrung ist zulässig, wenn das Format lesbar bleibt.
Ein Preis. Keine Überraschungen.
€0.30
pro Rechnung
- Erste Rechnung kostenlos
- Alle Funktionen inklusive
- Kein Abo
- E-Rechnung inklusive
- 150+ Währungen
- KI-PDF-Import
Kostenlos. Keine Kreditkarte nötig.